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Gebäudeschadstoffe

Gebäudeschadstoffe

Asbest in Immobilien auch heute noch aktuell

 

Asbest wurde in Deutschland insbesondere seit 1930 in einer Vielzahl von Baustoffen eingesetzt. Aufgrund seiner feuerfesten Eigenschaften fand Asbest vorwiegend seinen Einsatz in Brandschutzeinrichtungen und –isolierungen (z.B. Spritzasbest). Der Einsatz von Asbest wurde bereits seit 1979 schrittweise verboten bis es 1993 zu einem generellen Verbot zur Herstellung, dem Inverkehrbringen und der Anwendung von Asbest in Deutschland kam. Schätzungsweise findet man immer noch Asbest in ca. 25 % allen vor 1993 errichteten Gebäuden. Mit der stetigen Weiterentwicklung der analytischen Nachweismethoden lässt sich Asbest jedoch auch in Gebäuden und Produkten nachweisen, die nach 1993 errichtet bzw. hergestellt wurden. Auch diese Produkte können je nach Verwendung bzw. Bearbeitung immer noch mehrere Hunderttausende bis sogar Millionen Fasern in die Luft abgeben.

 

Ein erster Zusammenhang zwischen asbeststaubbelasteter Luft und einer tödlichen Veränderung des Lungengewebes wurde bereits um 1900 in Großbritannien entdeckt. In Deutschland ist Asbestose erst seit 1936 als Berufskrankheit anerkannt. Aufgrund der relativ langen Latenzzeit (bis zu 30 Jahre) werden auch heute noch tausende Fälle von Asbestose diagnostiziert und auf die berufsbedingte Tätigkeit mit asbesthaltigen Materialien zurückgeführt.